Störche

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte der Weißstorch mit 40 bis 50 Paaren zum alltäglichen Bild der Kulturlandschaft des Niederrheins. Der Schwerpunkt der Population lag in der naturnahen bäuerlichen Kulturlandschaft "Düffel" am unteren Niederrhein.

Durch die zunehmende Entwässerung der Rheinniederungslandschaft und der damit einhergehenden landwirtschaftlichen Intensivierung sowie anderen Lebensraumveränderungen ist der Brutbestand des Weißstorches in diesem Raum im Jahr 1946 schließlich erloschen.

Seit 1996 wieder Störche am Niederrhein

Seit 1987 stehen nun große Teil der Düffel unter Naturschutz und seit 1988 übersommern auch wieder regelmäßig Weißstörche im Gebiet. Nach der Errichtung von Nisthilfen in dem Düffeldorf Zyfflich 1996 kam es nach rund 50 Jahren erstmals wieder zu einer erfolgreichen Brut eines Storchenpaares, das von der Bevölkerung „Jan en Marie Euwer“ getauft wurde.

Störche in Wesel

Auch in Wesel gibt es einige Erfolge zu verzeichnen. Neben einem Nest auf dem Büdericher Trafoturm, besticht vor allem der Ortsteil Bislich durch sein Engagement in Sachen Storch. So stellten der Heimatverein, Bislicher Schüler und Privatpersonen sieben Storchennester auf, in denen Adbar brüten kann. Zudem errichtete die Storchenhochburg eine Rad- und Wanderroute, die an den Nestern vorbeiführt und man mit etwas Glück das Treiben der Störche beobachten kann.

Mittlerweile sind in vielen Ortschaften entlang der Rheinschiene weitere Nisthilfen errichtet worden. Der Erfolg blieb nicht aus: Am Niederrhein und im angrenzenden niederländischen Rheindelta sind wieder mehrere Brutpaare beheimatet und es besteht die Hoffnung, dass sich langfristig wieder eine stabile Weißstorchenpopulation entwickelt.

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