Fritz Eckenga erhält Eselorden

Den Eselorden 2022 der Stadt Wesel erhält der Kabarettist und Radiokolumnist Fritz Eckenga. Dies gab Ulla Hornemann, Präsidentin des Närrischen Parlaments, heute um 11.11 Uhr in Wesel bekannt. Er tritt damit die Nachfolge des niederrheinischen Kabarettisten und WDR 4 Moderators Stefan Verhasselt an, der den Eselorden im Jahr 2020 erhielt. 2021 wurde bedingt durch die Covid-19-Pandemie kein Eselorden vergeben.

Fritz Eckenga nimmt den Eselorden am Karnevalssonntag, 27. Februar 2022, während der närrischen Prunksitzung aus den Händen von Wesels Bürgermeisterin Ulrike Westkamp entgegen. Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr in der Eventhalle Wesel.

Kommt der Ironman-Rosenmontagszug?

Vorstellung des Eselordenträgers durch die Präsidentin des Närrischen Parlaments, Ulla Hornemann, beim Pressegespräch am 11. November 2021:

Wie schon dem Rätsel zu entnehmen war, ist unser neuer Eselordensträger ein Mann aus Westfalen, der nicht für den CDU-Vorsitz kandidiert.

Nachdem gerade die Bundestagswahl vorbei ist, und die Landtagswahl im nächsten Jahr ansteht, wollten wir nicht wirklich einen Politiker auszeichnen. Stellen Sie sich mal vor, wir hätten unseren bisherigen Ministerpräsidenten Armin Laschet, der ja als Aachener dem Karneval sehr verbunden ist, jetzt mit dem Eselorden ausgezeichnet. Was die Presse daraus wohl gemacht hätte?

Oder „Top-Gun“ Markus Söder, den ein CDU-Abgeordneter als „Loose cannon“ bezeichnete, also als eine unbefestigte Schiffskanone, die das eigene Schiff beschädigt. Außerdem weiß man bei dem ja nie, ob er seine Zusage überhaupt einhält. Schließlich wollte er erst nicht Kanzlerkandidat werden, dann doch, dann wollte er bei „Wetten dass..?“ auftreten, kam aber natürlich nicht. Also der ist uns zu unzuverlässig. Oder Friedrich Merz. Der kommt ja auch aus Westfalen und wollte immer schon CDU-Vorsitzender werden – oder auch nicht.

Norbert Walter-Borjans hat den Orden ja schon. Saskia Esken und Olaf Scholz haben überraschender Weise zur Zeit überhaupt keine Zeit. Also kein Politiker. Wer dann?

Bei all den Überlegungen fiel uns dann plötzlich ein, da gibt es doch diesen Künstler, der mit Steffi Neu und Sven Plöger 2007 bei der Eselordensverleihung war. So nebenbei hat er damals mehrfach darauf hingewiesen, dass ihm diese schöne Auszeichnung in seiner Sammlung noch fehlt. Schließlich ist er schon mit dem eisernen Reinoldus – einem Nashorn – und dem Salzburger Stier ausgezeichnet worden. Dazu würde der Esel doch sehr gut passen. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 in der Schweiz hat er sich dann schon mal vorsichtshalber mit einem echten Esel angefreundet. Seitdem kämpft er unermüdlich dafür, dass man nicht nur Rad- sondern auch Eselswege im Ruhrgebiet baut. Diesen Vorschlag sollten wir auch für den Niederrhein übernehmen und in der nächsten Sitzung des Ausschusses Bürgerdienste und Verkehr einen entsprechenden Beschluss fassen. Die Einweihung des ersten Teilstückes kann er ja dann zusammen mit unserem Ordensträger Michael Kessler vornehmen.

Auch seine Idee zur Wiederbelebung der alten Hanse-Straße zwischen Dortmund und Wesel durch Einführung eines Ironman- Rosenmontagszuges - hin und zurück –, sollte man beim CAW einmal gründlich diskutieren. Es wäre jedenfalls für den Rosenmontagszug ein Alleinstellungsmerkmal.

Wenn also ein Westfale vor witzigen Ideen nur so sprüht, kann er nur Kabarettist sein. In seiner Rolle als Peter-Hans Kaltenbecher, dem Leiter einer führenden Filiale einer namhaften Baumarktkette, hat er in den vergangenen Monaten vielen Männern durch den Corona-Blues geholfen und somit exorbitant zum häuslichen Frieden in vielen Familien beigetragen.

So jemand muss ganz einfach mit dem Eselorden ausgezeichnet werden.

Unser neuer Eselordensträger ist: der Kabarettist und Buchautor Fritz Eckenga.    

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