Die Marquise von O.

nach Heinrich von Kleist

In Zeiten der #MeToo-Debatte lohnt es sich doppelt, einen Blick auf Heinrich von Kleist zu werfen. Bei Kleist sind Lust und List, Küsse und Bisse, Verlangen und Gewalt oft nah beieinander. In der „Marquise von O.” sucht die Titelheldin verzweifelt nach dem Verursacher einer ihr unerklärlichen Schwangerschaft und bietet öffentlich an, den ihr Unbekannten zu heiraten. Sie findet ihn im russischen Obristlieutnant F., der sie kurz vor der nämlichen Nacht noch vor seinen eigenen Soldaten gerettet hatte. Diesem offensichtlichen Mißbrauch einer Schutzbefohlenen setzt Kleist zwei Dinge hinzu: zum einen die ehrliche Reue des Täters, der in der Folge alles tut, um die Marquise als geliebte Ehefrau zu gewinnen. Zum anderen die Frage nach Wissen, Nicht-Wissen und Verdrängung der Geschehnisse aufseiten der Marquise. Tatsächlich finden die beiden Protagonisten nach einem langen Prozeß der schmerzhaften Annäherung in Zuneigung zueinander. Genügend Zündstoff, um diesen Klassiker der deutschen Litaratur in eine erhöht sensibilisierte Gegenwart zu bringen! Zentralabiturrelevant!

 

Dramatisiert und gespielt von: Susanne Hocke, Jürgen Larys

 

Gastspiel: Art Ensemble, Bochum

 

Bildnachweis: Agentur

 

Vorverkauf ab 07.09.2019

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